AKTUELLE NEWS der Freien Wähler (FW) Waldeck-Frankenberg

WLZ20210301 FREIE WÄHLER - Förderung niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser

Das Team der Spitzenkandidatinnen und Kandidaten der Freien Wähler melden sich jetzt zu ihren Schwerpunkten für die nächste Wahlperiode des Kreistages von 2021 bis 2026 zu Wort.
Einer unserer wesentlichen Schwerpunkte wird die strikte Aufgabenkritik sein. Wir werden nach der Kommunalwahl einen klaren Kassensturz fordern und genau prüfen, welche der vielen vielen freiwilligen Aufgaben und der vielen freiwilligen Projekte und Programme sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg in Zukunft noch leisten kann und leisten will.
„Mit Blick auf die jetzt schon bei einigen Städten und Gemeinden deutlich werdenden Folgen der Coronapandemie sind wir dazu verpflichtet die Ausgabenseite des über 200 Mio. Euro schweren Kreishaushaltes zu durchleuchten“, so Spitzenkandidat Uwe Steuber.
Alles, aber auch wirklich alles, was nicht absolute Pflichtaufgabe des Landkreises ist muss auf den Prüfstand gestellt werden. Entsprechend hatten die Freien Wähler bereits im August 2020 die Verantwortlichen im Kreishaus gebeten zu erläutern, wie es sich mit den freiwilligen Leistungen verhält. „Die Antwort war für uns“, so Ralf Schmitt, Hatzfeld, „nicht zufriedenstellend, auch die Aussagen warum bestimmte Projekte und Programme fortgeführt werden, so etwa das Programm WIR ( Wegweisende Integrationsansätze Realisieren), der Landschaftspflegeverband, die Ökomodellregion, das Koordinationszentrum für Bürgerengagement. Hier sind insgesamt 4.2 Mio. Euro pro Jahr gebunden“. „Wir wollen“, so Kreisbeigeordneter Udo Hoffmann; Bad Arolsen, „eine klare Aufteilung der Ausgaben in eine „Muss-Soll-Kann“ Kategorie. Das sind wir unseren Städten und Gemeinden schuldig. Wir müssen alles prüfen um die Kreisumlage nicht bald erhöhen zu müssen“.
„Dabei kann eine weitere Überprüfung zielführend sein“ so Heinfried Horsel, „nämlich die Überprüfung aller Tochterunternehmen des Landkreises auf Notwendigkeit und deren Aufgabenübertragung gegebenenfalls auf externe Wettbewerber am Markt“.

Freie Wähler zum Personalentwicklungskonzept

Stellungnahme der Freien Wähler (FW) zum Personalentwicklungskonzept und zur Beantwortung unserer Großen Anfrage:

Schon seit Jahren (erstmals konkret bereits auch durch Anträge im Jahr 2016 !!) fordert die Fraktion der Freien Wähler vom Landkreis die Erarbeitung einer Personalentwicklungsstrategie bzw. eines integrierten Personalentwicklungskonzeptes, um zukünftige Anforderungen aus strategischen Plänen der Behörde von mehr als 1000 Mitarbeitern planen und steuern zu können. Die Notwendigkeit dafür hat sich laut Auffassung der FW deutlich gezeigt im Fachdienst Veterinärwesen bei der Aufdeckung des Wilke-Skandals. Darüber hinaus fordert die Fraktion seit längerem eine fachliche Aufstockung des Beteiligungsmanagements im Fachdienst Finanzen, um die Tochtergesellschaften des Landkreises effektiver steuern zu können. Das soll plötzlich auftretende Liquiditätsengpässe bei Tochtergesellschaften, wie zum Beispiel beim Kreiskrankenhaus Frankenberg, vermeiden helfen.
Vorgelegt wurde jetzt dem Kreistag endlich ein Personalentwicklungskonzept, welches schon im Frühjahr 2020 vorliegen sollte! Die Freien Wähler sehen darin allenfalls einen ersten Schritt in Form einer Ist-Bestandsaufnahme des Personals. Selbst die Verwaltung gibt in diesem Konzept zu, dass zum Beispiel Mitarbeitergespräche und daraus zu entwickelnde Zielvereinbaren bisher nicht üblich waren, aber in Zukunft einzuführen sind. Solche Mitarbeitergespräche sind in anderen Verwaltungen seit Jahren schon die Regel. Unverständlich, so der stellv. Fraktionsvorsitzender Heinfried Horsel, das dies bisher versäumt wurde.

Eine Behörde mit mehr als 1000 Mitarbeitern muss ähnlich geführt werden wie ein Unternehmen, ansonsten zahlt die Zeche der Steuerzahler und man ist von einem Dienstleistungsunternehmen für den Bürger weit entfernt. Insofern fordern die Freien Wähler die Kreisspitze auf, auf der Grundlage dieses Personalentwicklungskonzeptes Strategien zu entwickeln, wie man die Kreisbehörde auf Effizienz und gleichzeitig auf Kundennähe ausrichten will. Betriebswirtschaftliches Denken muss auch in einer Behörde Teil einer Managementaufgabe sein. Im Wettstreit um die Gewinnung der besten Mitarbeiter steht der Landkreis in Konkurrenz zur freien Wirtschaft und muss sich deshalb auch derer Methoden bedienen.

Die Freien Wähler sind schon etwas enttäuscht, dass es fast fünf Jahre dauerte bis eine Bestandsaufnahme (Istanalyse) des Personals einmal in ein Konzept gegossen wurde. Dabei wurden Zukunftsbedarfe noch gar nicht genau untersucht und betrachtet. Dieses Konzept kann nur der erste Schritt sein mit Blick auf die sich rasant ändernden Rahmenbedingungen beim Personal und den sich verändernden Aufgaben in der Verwaltung. Das Konzept muss jetzt dringend hinsichtlich einer ernsthaften Aufgabenkritik und daraus ableitend einer Personalbedarfsanalyse weiterbearbeitet werden. Dabei ist die geänderte Rahmenbedingung durch die Digitalisierung aber auch im Punkte Homeoffice zu beachten.

Auch in der neuen Legislaturperiode wird die FW immer wieder nach der Fortschreibung fragen. Das vorgelegt Personalentwicklungsmodell muss atmen, d.h. es unterliegt einer ständigen Überprüfung, so der Fraktionsvorsitzende der FW Uwe Steuber. Ein jährlicher Zwischenbericht, ist ein Minimum, dass durch den Kreisausschuss zu liefern ist, so KT Mitglied Ralf Schmidt abschließend.

Siehe auch WLZ-Artikel vom 12.02.2021:

Einfuhr von Gülle und Gärresten

Die Bundesregierung hat zum 01. Mai 2020 eine neue Düngeverordnung verabschiedet. Darin sind für besonders nitratbelastete Gebiete (Rote Gebiete) in §13 weitergehende Regelungen festgelegt. Die Ausweisung der Roten Gebiete ist jedoch erst zum 01.01.2021 nach nochmaliger Festlegung ausgewiesen worden. Vor einer Düngung eines landwirtschaftlichen Schlages hat ein Landwirt eine Düngebedarfsermittlung, unter Berücksichtigung der angebauten Kultur und des tatsächlichen Ertragsniveaus, zu ermitteln. Die zulässige Stickstoff-N-Düngung gibt somit die Bedarfsermittlung vor, die jedoch in den Roten Gebieten viel stärker reglementiert ist. Die Düngung kann aus organischen Düngemittel (Gülle oder Gärresten) oder aus mineralischem Dünger (Kunstdünger) bestehen. Nur eine passende Düngeausbringung in der Menge und zum optimalen Zeitpunkt sorgt für eine grundwasserschonende Bewirtschaftung. Allein über die absolute Einfuhr von Gülle und Gärresten lässt sich kein Rückschluss auf die Grundwasserbelastung treffen.  Jedoch sind die Auswirkungen einer übermäßigen Düngung hinlänglich bekannt, da diese zu erhöhten Nitratwerten im Grundwasser führen. In der Düngeverordnung sind größere landwirtschaftliche Betrieb bereits seit dem 01.01.2018 verpflichtet neben der verbindlichen Nähstoffbilanz eine sogenannte Stoff-Strom-Bilanz für den gesamten Betrieb anzufertigen. Aus der angefertigten Stoff-Strom-Bilanz lässt sich sehr leicht die Gesamt-Effizienz des Stickstoffeinsatzes ableiten.

Hohe Effizienz des Stickstoffeinsatzes bedeutet erfolgreiches Arbeiten für den Grundwasserschutz.

@FriedrichWilke

FREIE WÄHLER zum Haushalt 2021

In diesem Jahr werden keine Haushaltsreden zum Kreishaushalt gehalten. Daher hier die Sichtweise der Kreistagsfraktion der FW Waldeck Frankenberg zusammengefasst. Am Ende haben wir noch unsere Änderungsanträge zum Haushalt 2021 aufgeführt.

Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler (FW) ist enttäuscht, aber nicht überrascht mit Blick auf den heute zu verabschiedenden Haushalt für den Landkreis Waldeck Frankenberg für das Jahr 2021.

Wieder wurden keine Akzente in diesem Haushalt für die Zukunft gesetzt, die untermauern könnten, wie sich die derzeitige Kreistaqsmehrheit von SPD und CDU die Zukunft des Landkreises vor dem Hintergrund der durch die Coronakrise in den nächsten Jahren deutlich schwierig werdenden Finanzsituation vorstellt. Es wird auf keiner des 756 Seiten umfassenden Haushaltsplanes aufgezeigt wie sich die Groko die Zukunft der Kreisfinanzen vorstellt. Stattdessen lautet die Devise, immer weiter so, in der Hoffnung lebend, dass durch besondere Finanzflüsse von außen der Haushaltsausgleich schon irgendwie schergestellt wird. Bei einem Überschuss von gerade einmal 300.000 Euro, bei einem Haushalt von über 272 Mio. Euro bedeutet dies einen Überschuss von gerade einmal 0.01 % der Haushaltssumme. Von Schlagzeilen wie sie die SPD-Fraktion in die Welt setzt „Haushalt in der Erfolgsspur“ kann also keine Rede sein.

Der Haushalt lebt von Sondereinflüssen, die die Kreisregierung nicht zu verantworten hat. Zudem verringert sich das ordentliche Ergebnis von 11,2 Mio. Euro im Jahr 2019 auf jetzt gerade einmal 305.000 Euro.  Und statt sinnvoll zu gestalten, wird ohne Grund auf die gesamte Jagdsteuer gleich für drei Jahre verzichtet. Hier wäre ein vorsichtiger Weg - wie etwa dem Aussetzen der Steuer für ein Jahr aufgrund der besonderen Lage im Wald - deutlich verantwortungsbewusster gewesen.

Es sei angemerkt, dass die Erstattungen vom Bund für die Übernahme der Kosten der Unterkunft bei Hilfeempfängern. von 2.9 Mio. € steigen und somit eine Entlastung des Kreishaushaltes in dieser Höhe erfolgt. Und auch die Kostenerstattung für den Pakt für den Nachmittag sich deutlich erhöht worden. Einflüsse von außen zur Haushaltsverbesserung.

Für die Zukunft zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Steuerkraft der Städte und Gemeinden sinkt wird. Da wird schnell ein Minus von 1.2 Mio. Euro bei der Kreisumlage erwartet, wenn die Steuerkraft nur um 5% sinkt. Auch die Abschreibungen aus der Investitionstätigkeit werden steigen. All dies führt dazu, dass der Sparkurs Einzug halten muss im Landkreis. Ja, bei einer vorausschauenden Planung hätten schon in diesem Haushalt entscheidende Weichen für Kosteneinsparungen gestellt werden müssen. Dies aber nicht zu Lasten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und nicht bei den Pflichtaufgaben. Die FW fordern seit Jahren eine Aufgabenanalyse. Was muss wirklich noch an Aufgaben und was an Projekten durchgeführt werden. Wie will man in die Zukunft gehen. Doch all dies erfolgt nicht. Immer weiter so…. Das ist den Freien Wähler zu wenig, daher haben wir im Rahmen der Haushaltsberatungen gefordert, eine zusätzliche Stelle im Stellepool zu sicheren für die Überprüfung der vielen freiwilligen Leistungen und Projekten. Doch das wurde ohne große Diskussion von der Groko abgehlehnt.

Auch wurden die Anfragen der FW, wie man sich den Fortgang der freiwilligen Projekte und Programme vorstellt nicht wie gefordert im Kreistag oder im Finanzauschuss berichtet und diskutiert.

Die Groko hat, so Fraktionsvorsitzender Uwe Steuber, keinen Plan für die Gestaltung der Zukunft. Immer weiter so bei den Verwaltungsprozzen ohne eine erkennbare Aufgabenkritik und immer weiter so bei den geplanten Investitionen.  Hier muss sich endlich etwas ändern. Als deutliches Zeichen unserer Unzufriedenheit mit den Haushaltsplanungen werden die FW den Haushalt abzulehnen.

Ein Musterbeispiel für einen möglichen Ansatz etwas zu ändern, ist der geplante Neubau des Kreishausgebäudes in Korbach. Hier müsste man sich ganz aktuell und konkret mit der derzeitigen und sicherlich auch andauernden Situation der Homeoffice Arbeitswelt auseinandersetzen. Das Raumprogramm müsste dringend an die neuen Gegebenheiten angepasst werden, Büros können von mehreren Bediensteten an unterschiedlichen Wochentagen genutzt werden. Wir sehen erhebliches Einsparpotential Schon jetzt sollte man sich Gedanken machen, ob nicht an anderer Stelle der Kreisstadt angemieteten Gebäude demnächst abgeben werden können.

In den letzten beiden Ausschusssitzungen ist wieder deutlich geworden, seitens SPD und CDU besteht überhaupt kein Interesse, sich ernsthaft mit Anträgen der anderen Fraktionen auseinanderzusetzen.

Für dieses visionslose und den künftigen Finanzproblemen in keiner Weise gerecht werdende Zahlenwerk kann es keine Zustimmung der FW geben.

Wir von den FW sehen deutliche Einsparmöglichkeiten für die Zukunft und darin auch ein Potential die Belastungen der Städte und Gemeinde im Landkreis durch die Kreis- und Schulumlage stabil zu halten. Sinkenden Einnahmen dürfen nicht durch die Erhöhung der Kreis- und Schulumlage kompensiert werden.

Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft EY, die in der Hessenschau am 21.1.2021 veröffentlicht wurde, planten 85 % der Städte und Gemeinen einer Erhöhung von Steuern und Abgaben, um die Einnahmeausfälle durch die Corona-Pandemie zu kompensieren. Zudem wollen 37 % ihre Leistungen kürzten. Geplant sei, an einigen Orten etwas Schwimmbäder, Bibliotheken etc. zu schließen. Für diese Studie wurden im November 2020 Finanzverwaltungen von 300 deutschen Kommunen mit mindestens 20.000 Einwohner befragt.

Um so wichtiger ist es die Städte und Gemeinden nicht mit zusätzlicher Kreis- und Schulumlage zu belasten, sondern diese möglichst auch in Zukunft niedrig zu halten und das geht nun einmal nur mit Sparen und Aufgabenkritik bei der Kreisverwaltung, so Fraktionsvorsitzender Uwe Steuber zusammenfassend.

Unsere Änderungsanträge zum Haushalt finden Sie hier: Änderungsanträge der FW zum Haushalt 2021

Antrag FREIE WÄHLER Radwegeanbindung Burg Hessenstein

Anbindung der Jugendburg Hessenstein und des Lengelbachtales an den Fernradweg R6 im Abschnitt Viermünden/Ederbringhausen
 
Antragsbegründung:

Wer mit dem Fahrrad oder als Fußgänger von der Jugendburg Hessenstein oder aus dem Lengelbachtal kommt, und weiter Richtung Frankenberg oder Herzhausen möchte, kennt das Problem: Es geht nur auf der vielbefahrenen Bundesstraße weiter. Ein Blick in beide Richtungen reicht und man weiß, Fahrradfahrer und Fußgänger sind auf dieser unübersichtlichen Straße im höchsten Maß gefährdet, also wieder zurück.

Wir haben jetzt einen Lösungsansatz entwickelt, um gefahrenlos den jenseits von Straße und Eder verlaufenden Radfernweg zu erreichen.

Sicher keine ganz einfach umzusetzende Lösung, aber mit vertretbarem Aufwand machbar.

Zu den Einzelheiten unseres Vorschlages und unseren konkreten Antrag verweisen wir auf die beigefügte Anlage.

Ergänzend möchten wir noch bemerken, dass auch für den Schutz der Wildkatze das Projekt von Bedeutung sein könnte. Nach Feststellungen des Rangers im Nationalpark Thorsten Daume sind auf der B 252 zwischen Kläranlage FKB und Herzhausen mit Schwerpunkt Hessensteinkurve in den vergangenen Jahren bis zu 10 Wildkatzen jährlich überfahren worden. Der Tierökologe Olaf Simon hält es für möglich, die vorhandene Unterführung im Zuge der Herrichtung für Radfahrer so zu gestalten, dass sie von Wildkatzen angenommen wird.

Wir freuen uns, dass nach Lesen unseres Antrages auch die SPD- und die CDU-Fraktion erkannt haben, dass Handlungsbedarf besteht und eine Lösung in Sicht ist.

Etwas verwundert es uns schon, dass beide Fraktionen das Thema nun mit einem gemeinsamen Änderungsantrag besetzen und wohlmöglich übernehmen wollen und dass mit einem Antrag, der inhaltlich kaum von unserem Antrag abweicht. Auch wir wollen über den Kreisausschuss und die Ausschüsse eine eingehende Prüfung der Machbarkeit unseres Vorschlages und geben dem Kreisausschuss Prüfungseckpunkte an die Hand.

Eine Verweisung beider Anträge in die Ausschüsse sollte erfolgen.

Hier noch ein paar Bilder um sich einen Überblick über den genannten Bereich zum machen:
20201107 Radweg Anbindung Jugendburg Hessenstein Bild2 20201107 Radweg Anbindung Jugendburg Hessenstein Bild3 20201107 Radweg Anbindung Jugendburg Hessenstein Bild4

Unseren Antrag zur Anbindung der Jugendburg Hessenstein und des Lengelbachtales an den Fernradweg R6 im Abschnitt Viermünden/Ederbringhausen finden Sie hier: Antrag der FW zur Anbindung Burg Hessenstein an den Fernradweg R 6

Weiterlesen: Antrag FREIE WÄHLER Radwegeanbindung Burg Hessenstein

Freie Wähler gegen Bevormundung von Kindergärten

Der Kreistag hat am 01. Februar mit Mehrheit auf Antrag von SPD und CDU beschlossen, dass der Kreisausschuss ein Konzept erstellen soll, um allen Kindergartenkindern den Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes zu ermöglichen.

Grundsätzlich begrüßen wir es, so heißt es in einer Mitteilung der Freien Wähler, dass die Kleinen viele praktische Erfahrungen sammeln und im Rahmen von Ausflügen unterschiedliche Betriebe kennenlernen.

Die Freien Wähler äußern aber ihr Unverständnis über diesen Mehrheitsbeschluss. Alle Kindergärten, argumentiert stellv. Fraktionsvorsitzender Heinfried Horsel, erstellen in Abstimmung mit ihren Trägen, das sind die Gemeinden, Kirchen oder Sozialverbände, ihre eigenen pädagogischen Konzepte. Sie sind auf die Bedürfnisse der zu betreuenden Kinder und auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt.

Wir wissen, dass viele Kita-Leitungen unbürokratisch Besuche von Bauernhöfen, Handwerksbetrieben oder Einrichtungen aller Art organisieren. Die kleinen Besucher sind gern gesehen und nehmen viele neue Eindrücke mit.

Da braucht es keines aufwendigen kreisweiten Konzeptes, das mit viel bürokratischen Aufwand durch die Kreisverwaltung erstellt wird. Und unsere Kindergärten brauchen schon gar keine pädagogische Bevormundung, so die stellv. Vorsitzende Kira Hauser.

Es werde Personal gebunden, Sachmittel eingesetzt und Kosten produziert, ohne dass damit ein erkennbarer Nutzen für unsere Kindergartenkinder verbunden sei.

Die Kreisverwaltung sollte sich auf ihre originären Aufgaben konzentrieren können und nicht zum Ausführenden politischer Spielereien werden, so Horsel abschließend.

Digitale Wahlzettel zum üben

FREIE WÄHLER Hessen haben digitale Wahlzettel für die verschiedenen Wahlen erstellt, damit die Wähler/-innen das Wahlsystem kennenlernen und die Stimmabgabe testen können.

Einfach auf das Bild klicken:

Briefwahl testen

Anmerkung: Denken Sie auch an die Möglickeit der Briefwahl!

Gefahrenverhütungsschauen

Kreisausschuss beantwortet Anfrage der Freien Wähler

In den letzten 3 Jahren wurde nur jede Siebte der gesetzlich vorgeschriebenen Gefahrenverhütungsschauen durchgeführt.

20210124 Gefahrenverhuetungsschauen 1  20210124 Gefahrenverhuetungsschauen 2

Im 5-Jahresrhytmus muss das Brandschutzamt des Landkreises insbesondere Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten, Schulen, Büro- und Verssammlungsgebäude, größere Hotels und Gaststätten und Industriebetriebe auf Brandschutzgefahren und Gefahrenbereiche für die Umwelt und den Arbeitsschutz überprüfen.

Auf Anfrage der Freien Wähler hat der Kreisausschuss angegeben, dass von 2018 bis 2020 von 325 durchzuführenden Prüfungen lediglich 43 zur Durchführung gekommen sind und zwar wegen zu geringer Personalausstattung.

Weiter berichtet der Kreisausschuss, dass das Regierungspräsidium als Aufsichtsbehörde bereits in 2018 wegen der nicht ausgeführten Prüfungen zwingenden Handlungsbedarf für den Landkreis schriftlich festgestellt habe.

Der Landkreis trage eine hohe Verantwortung dafür, dass insbesondere in den Sonderbauten wie Krankenhäusern oder Versammlungsgebäuden mögliche Brandschutzgefahren zum Schutze der Menschen erkannt und abgestellt würden, so der stellv. Fraktionsvorsitzende Heinfried Horsel. Der Kreisausschuss weise im Haushaltsplan bei der Produktgruppe „Brandschutz“ zurecht auf seine „strafrechtliche Verantwortung“ bei Nichteinhaltung der „gesetzlich festgelegten Prüfzyklen“ hin.

Zu dem jetzt bestehenden Überprüfungsstau hätte es nicht kommen dürfen. Der Kreisausschuss hätte in Kenntnis der Personalsituation und der Aufgabenfülle schon vor Jahren vorausschauend handeln müssen.

Niemand wolle sich vorstellen, was los sei, wenn es zu einem Großbrand mit Personenschaden in einem länger nicht überprüften Sonderbau komme.

Immerhin seien jetzt mit der Einstellung von zwei zusätzlichen Fachkräften die richtigen Schritte eingeleitet worden, führt Fraktionsvorsitzender Uwe Steuber aus. „Damit ist das Handlungsdefizit aber noch nicht aus der Welt.  Der Kreisausschuss muss sich weiterhin mit großer Aufmerksamkeit der Gefahrenverhütungsschauen widmen“. Dazu gehöre ein Konzept, wie die Prüfungen künftig effektiv und fristgerecht durchgeführt werden können, Bestandteil müsse auch ein Personalentwicklungskonzept sein.

Wir fordern den Kreisausschuss auf, im Interesse eines vorbeugenden Brandschutzes und wegen der bestehenden strafrechtlichen Verantwortung für die Behörde, das Konzept aufzustellen und dem Kreistag zur Kenntnis zu geben, so Steuber abschließend.

Auch in diesem Bereich zeigt sich einmal mehr, dass eine vorausschauende Personalplanung in den letzten Jahren unter der Federführung der Großen Koalition aber auch davor, unter der Mehrheit von Rot/Rot/Grün nicht erfolgte.

Warum muss es erst zu einer Anfrage aus der Opposition kommen, bevor der Kreisausschuss sich diesem Thema stellt. Ausdrücklich kommt von den FW die Anerkennung für die Aktionen in den letzten Monaten. Doch das ist zu spät und immer noch zu wenig, so Heinfried Horsel (stellv. Fraktionsvorsitzender).

Die Informationsvorlage des Landkreises zu unserer Anfrage finden Sie hier: Informationsvorlage - Gefahrenverhütungsschauen

Wir Freien Wähler (FW) kümmern uns.

Neugründung FREIE WÄHLER Frankenberg

Freie Wähler in Frankenberg wollen frischen Wind in die Stadtverordnetenversammlung bringen

Grosse Anfrage FWG freiwillige Leistungen 215 Personen umfasst die am 28.12.2020 beschlossene Kandidatenliste der Freien Wähler Frankenberg für die Kommunalwahl am 14. März 2021. Die Liste wird von dem Frankenberger Rechtsanwalt und Notar Sven Garthe angeführt. 

Auf dem Foto präsentieren sich die Spitzenkandidaten (von rechts) Manfred Hacker, Sven Garthe, Matthias Armand, und Jens Seipel zusammen mit dem stellv. Kreisvorsitzenden der Freien Wähler Heinfried Horsel.

Unsere Kandidaten sind in der örtlichen Gemeinschaft verwurzelt, so Vorsitzender Hacker. Unabhängig von parteipolitischen Vorgaben aus Berlin und Wiesbaden wollen wir mit Sachverstand und Weitsicht etwas zum Wohle der Stadt und deren Bürgerinnen und Bürger bewegen. Unser Motto lautet: „Die Kernstadt mitgestalten und die Ortsteile stärken“, erläuterte Sven Garthe.

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